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Aktuelles

Immobilienpreise im zweiten Quartal 2026: Wohnen wird langsam teurer

Von Sabine Winter
11. August 2026

Foto: Pavel Danilyuk / Pexels (öffnet neues Fenster)

Wie haben sich die Immobilienpreise im zweiten Quartal 2026 entwickelt?

Wohnimmobilien kosteten im zweiten Quartal 2026 im Schnitt 1,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem ersten Quartal lag das Plus bei 0,3 Prozent. Die einzelnen Segmente im Vergleich zum Vorjahresquartal:

  • Eigentumswohnungen: plus 2,6 Prozent
  • Eigenheime: plus 2,0 Prozent
  • Mehrfamilienhäuser: plus 1,6 Prozent
  • Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern: plus 3,2 Prozent

Die Details finden Sie in der Pressemitteilung des vdp zum zweiten Quartal 2026.

Luftaufnahme eines Vorstadtviertels neben einer Stadt

Was bedeuten die Zahlen für Käufer?

Die Immobilienpreise steigen wieder, aber in kleinen Schritten. Wer auf deutlich sinkende Preise gewartet hat, findet in den aktuellen Daten dafür keine Bestätigung. Gleichzeitig ist der Markt weit entfernt von den schnellen Preissprüngen früherer Jahre.

Für Ihre Entscheidung zählt weniger der Bundesdurchschnitt als das konkrete Objekt. Lage, Zustand und Energiebedarf bestimmen den Preis vor Ort stärker als jeder Index. Ein Haus mit hohem Sanierungsbedarf kann trotz günstigem Kaufpreis am Ende teurer werden als ein modernisiertes Objekt.

Mieten steigen schneller als Kaufpreise

Die Neuvertragsmieten legten mit 3,2 Prozent stärker zu als die Kaufpreise für Mehrfamilienhäuser. Für Mieter, die über einen Kauf nachdenken, kann das die Rechnung verschieben. Steigende Mieten erhöhen die laufenden Kosten, während eine Finanzierung mit langer Zinsbindung die Rate für viele Jahre festschreibt.

Für Kapitalanleger bedeutet die Entwicklung, dass Mieteinnahmen und Kaufpreise wieder auseinanderlaufen. Ob sich eine vermietete Wohnung rechnet, hängt aber von Kaufpreis, Zins, Rücklagen und Leerstandsrisiko ab. Mehr dazu lesen Sie in meinem Ratgeber Immobilien als Kapitalanlage.

Immobilienpreise und Finanzierung zusammen betrachten

Steigende Immobilienpreise wirken sich direkt auf den Kreditbedarf aus. Schon ein paar Prozent mehr Kaufpreis bedeuten bei einer Finanzierung über 25 oder 30 Jahre eine spürbar höhere Zinslast. Deshalb lohnt es sich, Preis und Zinsen immer gemeinsam zu prüfen.

  • Eigenkapital: Je mehr Sie einbringen, desto günstiger sind meist die Konditionen.
  • Zinsbindung: Eine längere Bindung schafft Planungssicherheit für die Rate.
  • Tilgung: Eine höhere Tilgung verkürzt die Laufzeit, belastet aber das Monatsbudget.
  • Förderung: Familien sollten Förderkredite wie Jung kauft Alt prüfen lassen.

Die Grundlagen erkläre ich im Ratgeber Baufinanzierung.

Typische Fehler beim Immobilienkauf

  • Den richtigen Zeitpunkt abwarten wollen. Immobilienpreise lassen sich kurzfristig kaum vorhersagen.
  • Nebenkosten unterschätzen. Grunderwerbsteuer, Notar und Makler kommen zum Kaufpreis hinzu.
  • Die Rate zu knapp planen. Rücklagen für Reparaturen gehören von Anfang an in die Rechnung.
  • Die Absicherung vergessen. Ein Kredit über Jahrzehnte braucht eine Absicherung für den Todesfall und für den Verlust der Arbeitskraft.

Wie Sie den Preis eines Objekts einschätzen

Ein bundesweiter Index sagt wenig über das Haus, das Sie besichtigen. Für eine eigene Einschätzung helfen diese Schritte:

  • Vergleichsangebote in derselben Lage über einige Wochen beobachten
  • den Bodenrichtwert beim Gutachterausschuss nachsehen
  • Energieausweis, Baujahr und anstehende Sanierungen prüfen
  • bei älteren Häusern eine Fachperson zur Besichtigung mitnehmen

Immobilienpreise werden am Ende zwischen Käufer und Verkäufer verhandelt. Wer Mängel und Sanierungskosten belegen kann, hat dabei bessere Argumente. Auch die Bank bewertet das Objekt selbst und finanziert nicht automatisch jeden Kaufpreis.

Liegt der Beleihungswert der Bank unter dem Kaufpreis, müssen Sie die Differenz mit Eigenkapital ausgleichen oder schlechtere Konditionen hinnehmen. Klären Sie deshalb vor dem Notartermin, ob Ihre Bank die Finanzierung zu den besprochenen Bedingungen zusagt.

Ablauf der Beratung in Fulda

Bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen, rechne ich mit Ihnen durch, welche Rate zu Ihrem Haushalt passt und wie viel Kaufpreis sich daraus ergibt. Dabei vergleiche ich Angebote verschiedener Banken und prüfe Fördermöglichkeiten. Auch die Absicherung der Finanzierung gehört für mich zum Gespräch. Vereinbaren Sie ein Gespräch zu Ihrer Immobilienfinanzierung.

Häufige Fragen zu immobilienpreise

Werden die Immobilienpreise 2026 wieder steigen?

Ja, laut vdp-Index steigen die Preise für Wohnimmobilien wieder, allerdings langsam. Im zweiten Quartal 2026 lagen sie 1,9 Prozent über dem Vorjahreswert und 0,3 Prozent über dem ersten Quartal. Eine Prognose für die kommenden Monate gebe ich nicht ab, denn Zinsen, Konjunktur und regionale Nachfrage können die Entwicklung schnell verändern.

Werden die Immobilienpreise in den nächsten 10 Jahren steigen?

Das kann niemand verlässlich vorhersagen. Langfristige Preise hängen von Zinsen, Bevölkerungsentwicklung, Bautätigkeit und der Lage des einzelnen Objekts ab. Für Ihre Entscheidung ist wichtiger, ob die Finanzierung auch bei schwächeren Preisen tragfähig bleibt. Wer selbst einzieht und die Rate dauerhaft stemmen kann, ist von kurzfristigen Schwankungen weniger betroffen.

Welche Immobilien sind zuletzt am stärksten teurer geworden?

Im zweiten Quartal 2026 sind Eigentumswohnungen mit 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr am stärksten gestiegen. Eigenheime legten um 2,0 Prozent zu, Mehrfamilienhäuser um 1,6 Prozent. Diese Werte sind bundesweite Durchschnitte des vdp-Index. In einzelnen Regionen und Lagen können die Preise deutlich davon abweichen.

Sollte ich mit dem Kauf warten, bis die Preise sinken?

Warten kann sich lohnen, es kann aber auch teurer werden. Die aktuellen Daten zeigen leicht steigende Preise, während die Mieten schneller zulegen. Entscheidend sind Ihre Lebensplanung und Ihre Finanzen. Wenn das passende Objekt da ist und die Rate sicher in Ihr Budget passt, ist ein Kauf oft sinnvoller als ein ungewisses Abwarten.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Baufinanzierung?

Eine feste Pflichtgrenze gibt es nicht, aber mehr Eigenkapital verbessert in der Regel die Konditionen. Viele Banken erwarten, dass zumindest die Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln bezahlt werden. Mit wenig Eigenkapital steigt die Zinslast, und die Bank prüft die Haushaltsrechnung strenger. Ich rechne mit Ihnen durch, welche Aufteilung für Sie tragbar ist.

Nächste Schritte
Gemeinsam ans Ziel mit einer ganzheitlichen, vertrauensvollen und lebensbegleitenden Beratung. Im persönlichen Gespräch erörtern wir Ihre Ziele und stecken den machbaren Rahmen dafür ab. Im Anschluss erhalten Sie eine maßgeschneiderte Strategie, mit der ich ein optimales Finanzkonzept für Sie erstelle und es Ihnen ausführlich vorstellen werde.
Durch eine passgenaue Lösung und deren Umsetzung brauchen Sie sich keine Sorgen mehr um Vorsorge, Absicherung und Vermögensaufbau machen. Lehnen Sie sich geruhsam zurück, in der Gewissheit sowohl für die Gegenwart als auch die Zukunft den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.
Sie sind überzeugt von meinen angebotenen Leistungen, dann nehmen sie doch einfach Kontakt zu mir auf. Nutzen Sie die Möglichkeit des Kontaktformulars auf der Webseite oder rufen Sie mich direkt an. Der Weg ist das Ziel, beschreiten Sie ihn lieber heute als morgen.
Portraitfoto von Sabine Winter
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