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Versicherungsmaklerin in Künzell bei Fulda

Gewerbe

Betriebliche Altersvorsorge

Von Sabine Winter
16. April 2023

Was ist die betriebliche Altersvorsorge?

Unter der bAV versteht man alle Leistungen zur Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung, die ein Arbeitgeber seinen Beschäftigten aus Anlass des Arbeitsverhältnisses zusagt. Die rechtliche Grundlage bildet das Betriebsrentengesetz. Der Arbeitgeber steht für die zugesagte Leistung ein, auch wenn er die Durchführung einem externen Versorgungsträger überlässt.

Die betriebliche Altersvorsorge ergänzt die gesetzliche Rente und die private Altersvorsorge. Sie eignet sich für Unternehmen jeder Größe, auch für kleine Betriebe mit wenigen Mitarbeitern.

Portraitfoto von Sabine Winter

Wie funktioniert die betriebliche Altersvorsorge?

Das Prinzip ist einfach: Während des Berufslebens fließen regelmäßig Beiträge an einen Versorgungsträger oder in eine Rückstellung des Unternehmens. Ab Rentenbeginn erhält die versicherte Person daraus eine lebenslange Rente oder, je nach Vertrag, eine Kapitalauszahlung.

Wer die Beiträge zahlt, hängt vom Finanzierungsmodell ab. Bei der arbeitgeberfinanzierten bAV trägt das Unternehmen die Kosten allein. Bei der Entgeltumwandlung verzichten Beschäftigte auf einen Teil ihres Bruttogehalts, der in die Vorsorge fließt. Häufig sind Mischformen, bei denen der Arbeitgeber einen Zuschuss zur Entgeltumwandlung zahlt. Beschäftigte haben einen gesetzlichen Anspruch darauf, bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung umzuwandeln, im Jahr 2026 sind das 4.056 Euro.

Die Durchführungswege der bAV im Überblick

Für die Umsetzung stehen mehrere Durchführungswege zur Verfügung. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer das Geld verwaltet und wie die Beiträge steuerlich behandelt werden.

  • Direktversicherung: Der Arbeitgeber schließt eine Lebens- oder Rentenversicherung auf das Leben der Beschäftigten ab. Dieser Weg ist einfach zu verwalten und in kleinen Betrieben weit verbreitet.
  • Pensionskasse: Eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung verwaltet die Beiträge und zahlt später die Rente.
  • Pensionsfonds: Ebenfalls eine selbstständige Einrichtung, die bei der Kapitalanlage mehr Spielraum hat, zum Beispiel bei der Aktienquote.
  • Unterstützungskasse: Eine Versorgungseinrichtung, die der Arbeitgeber finanziert und die ihre Leistungen häufig über eine Rückdeckungsversicherung absichert.
  • Direktzusage: Das Unternehmen sagt die Rente selbst zu und bildet dafür Rückstellungen in der Bilanz.

Steuern, Sozialabgaben und Verfügbarkeit

Je nach Durchführungsweg und Finanzierungsmodell können Beiträge in bestimmten Grenzen steuer- und sozialabgabenfrei sein. In der Auszahlungsphase werden die Leistungen dafür in der Regel versteuert, und bei gesetzlich Krankenversicherten fallen meist Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds sind Beiträge bis 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze steuerfrei und bis 4 Prozent sozialabgabenfrei. Die Grenzen ändern sich jedes Jahr mit der Beitragsbemessungsgrenze. Stimmen Sie die steuerlichen Details deshalb mit Ihrer Steuerberatung ab.

Spart der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge, muss er bei Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds 15 Prozent des umgewandelten Betrags zusätzlich einzahlen. Tarifverträge können davon abweichen.

Das in die betriebliche Altersvorsorge eingezahlte Kapital ist in der Regel bis zum Ruhestand gebunden, eine vorzeitige Auszahlung ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Wechseln Beschäftigte den Arbeitgeber, können sie ihre Anwartschaft unter bestimmten Voraussetzungen mitnehmen oder privat fortführen.

Die Höhe der späteren Rente hängt von der Höhe der Beiträge, der Dauer der Einzahlung und der Rendite der gewählten Anlage ab. Je nach Tarif stehen klassische Lebensversicherungen, fondsgebundene Modelle oder Mischformen zur Wahl.

Einführung im Unternehmen

Bevor Sie eine betriebliche Altersvorsorge einführen, sollten Sie festlegen, welche Beschäftigten teilnehmen können, wie hoch ein möglicher Arbeitgeberzuschuss ausfällt und welcher Durchführungsweg genutzt wird. Halten Sie diese Regeln schriftlich in einer Versorgungsordnung fest. Das sorgt für Gleichbehandlung und erleichtert die Verwaltung.

Informieren Sie Ihre Belegschaft verständlich über das Angebot. Viele Beschäftigte nutzen die Entgeltumwandlung erst, wenn ihnen jemand Vorteile und Grenzen in Ruhe erklärt.

Vorteile und Grenzen für Arbeitgeber und Beschäftigte

Für Arbeitgeber ist die betriebliche Altersvorsorge ein Argument im Wettbewerb um Fachkräfte. Sie zeigt Wertschätzung und kann die Bindung an das Unternehmen stärken. Bei der Entgeltumwandlung sparen auch Arbeitgeber Sozialabgaben, was einen Zuschuss teilweise gegenfinanziert.

Ein Allheilmittel ist die bAV allerdings nicht. Die Auswahl der Anlageformen kann eingeschränkt sein, und auf die Höhe der Beiträge oder der späteren Rente haben Beschäftigte nur begrenzt Einfluss. Für Arbeitgeber entstehen Pflichten: Sie müssen informieren, Verträge verwalten und für die zugesagte Leistung einstehen. Ein gut organisierter Ablauf reduziert diesen Aufwand deutlich.

Eine betriebliche Altersvorsorge lässt sich gut mit weiteren Leistungen für Ihre Belegschaft kombinieren. Viele Unternehmen bieten zusätzlich eine betriebliche Krankenversicherung als Benefit für Mitarbeiter an.

Fazit: Betriebliche Altersvorsorge sinnvoll planen

Die betriebliche Altersvorsorge kann eine sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen und privaten Vorsorge sein. Welcher Durchführungsweg passt, hängt von der Größe Ihres Unternehmens, Ihrer Personalstruktur und Ihren Zielen ab. Für kleine Betriebe ist die Direktversicherung oft der einfachste Einstieg, für größere Unternehmen können Unterstützungskasse oder Direktzusage interessant sein.

Einen neutralen Überblick über die rechtlichen Grundlagen bietet der Wikipedia-Artikel zur betrieblichen Altersversorgung.

Gern unterstütze ich Sie bei der Auswahl des Durchführungswegs oder entwickle mit Ihnen eine andere Lösung, die zu Ihrem Betrieb passt. Vereinbaren Sie einen Termin für ein persönliches Gespräch in Fulda.

Häufige Fragen zu Betriebliche Altersvorsorge

Für wen lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge?

Die betriebliche Altersvorsorge lohnt sich vor allem für Beschäftigte, deren Arbeitgeber einen spürbaren Zuschuss zahlt. Dann fließt mehr Geld in den Vertrag, als vom Nettogehalt abgeht. Bei Entgeltumwandlung in Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds sind mindestens 15 Prozent vorgeschrieben, soweit der Arbeitgeber Sozialabgaben spart. Weniger attraktiv kann sie bei hohen Vertragskosten sein oder wenn Sie häufig den Arbeitgeber wechseln.

Welche Nachteile hat die betriebliche Altersvorsorge?

Der wichtigste Nachteil der Entgeltumwandlung ist eine etwas geringere gesetzliche Rente, weil auf den umgewandelten Teil keine Rentenbeiträge fließen. In der Auszahlungsphase sind die Leistungen steuerpflichtig, und gesetzlich Krankenversicherte zahlen ab einer bestimmten Höhe der Betriebsrente Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Das Geld ist bis zum Rentenbeginn gebunden. Bei einem Jobwechsel übernimmt der neue Arbeitgeber den Vertrag nicht immer.

Wie viel sollte man in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen?

Sinnvoll ist ein Betrag, den Sie über viele Jahre zuverlässig tragen können. Sozialabgabenfrei sind Beiträge bis 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, das sind 2026 bis zu 338 Euro im Monat, steuerfrei bis 8 Prozent. Viele nutzen zuerst den Betrag, für den der Arbeitgeber einen Zuschuss zahlt. Wie viel insgesamt nötig ist, hängt von Ihrer Versorgungslücke ab, die ich gern mit Ihnen berechne.

Kann man eine betriebliche Altersvorsorge kündigen und auszahlen lassen?

In der Regel nicht, denn eine Auszahlung vor dem Rentenbeginn ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Das Betriebsrentengesetz erlaubt die Abfindung unverfallbarer Anwartschaften nur in engen Grenzen, etwa bei sehr kleinen Beträgen. Meist können Sie die Beiträge aber ruhen lassen oder den Vertrag nach einem Jobwechsel privat fortführen. Was genau gilt, steht in Ihrer Versorgungszusage.

Was ist der Unterschied zwischen Betriebsrente und betrieblicher Altersvorsorge?

Betriebliche Altersvorsorge bezeichnet die gesamte Vorsorge über den Arbeitgeber, die Betriebsrente ist die Leistung, die Sie daraus im Ruhestand erhalten. Umgangssprachlich werden beide Begriffe oft gleich verwendet. Im Gesetz heißt sie betriebliche Altersversorgung. Sie kann neben der Altersrente auch Leistungen bei Invalidität oder für Hinterbliebene umfassen.

Welche Durchführungswege gibt es in der betrieblichen Altersvorsorge?

Es gibt fünf Durchführungswege: Direktzusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds. Bei Direktzusage und Unterstützungskasse bleibt die Versorgung eng an das Unternehmen gebunden. Die anderen drei Wege laufen über externe Versorgungsträger, für sie gelten die Steuerfreiheit nach dem Einkommensteuergesetz und der Pflichtzuschuss bei Entgeltumwandlung. Welcher Weg passt, hängt von Größe und Zielen Ihres Betriebs ab.

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Gemeinsam ans Ziel mit einer ganzheitlichen, vertrauensvollen und lebensbegleitenden Beratung. Im persönlichen Gespräch erörtern wir Ihre Ziele und stecken den machbaren Rahmen dafür ab. Im Anschluss erhalten Sie eine maßgeschneiderte Strategie, mit der ich ein optimales Finanzkonzept für Sie erstelle und es Ihnen ausführlich vorstellen werde.
Durch eine passgenaue Lösung und deren Umsetzung brauchen Sie sich keine Sorgen mehr um Vorsorge, Absicherung und Vermögensaufbau machen. Lehnen Sie sich geruhsam zurück, in der Gewissheit sowohl für die Gegenwart als auch die Zukunft den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.
Sie sind überzeugt von meinen angebotenen Leistungen, dann nehmen sie doch einfach Kontakt zu mir auf. Nutzen Sie die Möglichkeit des Kontaktformulars auf der Webseite oder rufen Sie mich direkt an. Der Weg ist das Ziel, beschreiten Sie ihn lieber heute als morgen.
Portraitfoto von Sabine Winter
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Sabine Winter
Aktualisiert: 16. April 2023
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