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Versicherungsmaklerin in Künzell bei Fulda

Vorsorge

Risikolebensversicherung

Von Sabine Winter
16. April 2023

Wie funktioniert eine Risikolebensversicherung?

Stirbt die versicherte Person während der Vertragslaufzeit, zahlt der Versicherer die vereinbarte Versicherungssumme an die im Vertrag benannten Bezugsberechtigten aus. Das können zum Beispiel Ihr Ehepartner, Ihre Kinder oder andere Verwandte sein. Mit dem Geld lassen sich laufende Kosten decken, Schulden tilgen oder den Hinterbliebenen finanzielle Sicherheit geben.

Erleben Sie das Ende der Laufzeit, endet der Vertrag ohne Auszahlung. Die Beiträge haben in dieser Zeit den Schutz Ihrer Familie finanziert, ähnlich wie bei anderen Risikoversicherungen.

Portraitfoto von Sabine Winter

Für wen ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

Wichtig ist der Schutz vor allem für Menschen, von deren Einkommen andere abhängen. Typische Beispiele sind:

  • Familien mit Kindern, besonders wenn ein Elternteil der Hauptverdiener ist
  • Paare, die gemeinsam eine Immobilie finanzieren
  • Selbstständige, deren Familie oder Geschäftspartner auf ihr Einkommen angewiesen sind
  • unverheiratete Paare, die sich gegenseitig absichern möchten

Banken verlangen bei einer Baufinanzierung für Haus oder Wohnung häufig eine Risikolebensversicherung als zusätzliche Sicherheit. So kann das Darlehen auch im Todesfall weiter bedient werden, und Ihre Familie kann im Haus wohnen bleiben.

Die passende Versicherungssumme wählen

Die Höhe der Versicherungssumme sollten Sie sorgfältig wählen. Sie richtet sich nach Ihren persönlichen Bedürfnissen und Lebensumständen. Ein wichtiger Faktor ist die finanzielle Absicherung der Familie, falls der Hauptverdiener stirbt. Diese Fragen helfen bei der Einschätzung:

  • Welche Schulden oder Kredite müssten getilgt werden?
  • Wie lange braucht Ihre Familie Unterstützung, etwa bis die Kinder ihre Ausbildung abgeschlossen haben?
  • Welche Einkommen und Rücklagen stehen den Hinterbliebenen sonst zur Verfügung?

Überprüfen Sie die Summe regelmäßig und passen Sie sie an geänderte Lebensumstände an, zum Beispiel nach der Geburt eines Kindes oder beim Kauf eines Hauses. Zur Absicherung eines Kredits kann eine fallende Versicherungssumme sinnvoll sein, die mit der Restschuld sinkt.

Die richtige Laufzeit der Risikolebensversicherung

Die Laufzeit sollte den Zeitraum abdecken, in dem Ihre Familie finanziell auf Sie angewiesen ist. Bei Kindern ist das oft die Zeit bis zum Ende ihrer Ausbildung. Wer einen Kredit absichert, orientiert sich an der Dauer der Finanzierung.

Eine zu kurze Laufzeit hinterlässt eine Lücke, wenn der Schutz endet, bevor die Verpflichtungen erledigt sind. Eine zu lange Laufzeit verteuert den Beitrag. Manche Tarife bieten eine Verlängerungsoption, mit der Sie den Vertrag ohne neue Gesundheitsprüfung verlängern können. Achten Sie außerdem auf eine Nachversicherungsoption, um die Summe bei bestimmten Lebensereignissen anzupassen.

Was kostet eine Risikolebensversicherung?

Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab, vor allem vom Eintrittsalter, vom Gesundheitszustand, von der Laufzeit und von der Höhe der Versicherungssumme. Auch Ihr Beruf und Ihre Freizeitaktivitäten spielen eine Rolle. Raucher zahlen in der Regel deutlich höhere Beiträge als Nichtraucher.

Beim Antrag stellt der Versicherer Gesundheitsfragen. Beantworten Sie diese vollständig und wahrheitsgemäß, damit der Schutz im Ernstfall nicht gefährdet ist. Wer bekannte Erkrankungen bewusst verschweigt, riskiert, dass der Versicherer vom Vertrag zurücktritt. Vergleichen Sie verschiedene Angebote und achten Sie auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der günstigste Tarif ist nicht automatisch der passende.

Ein Vertrag oder zwei?

Bei Paaren lohnt ein Blick auf die Vertragsgestaltung. Möglich ist eine verbundene Police, die beim Tod des ersten Partners leistet, oder zwei getrennte Verträge. Getrennte Verträge kosten in der Regel etwas mehr. Dafür bleibt der Schutz für den zweiten Partner bestehen, nachdem der erste Vertrag ausgezahlt wurde.

Auch steuerliche Fragen können eine Rolle spielen, etwa ob die Auszahlung der Erbschaftsteuer unterliegt. Das hängt davon ab, wer Versicherungsnehmer, versicherte Person und Bezugsberechtigter ist. Für diese Frage sollten Sie im Einzelfall eine Steuerberatung hinzuziehen.

Das Bezugsrecht richtig festlegen

Im Vertrag bestimmen Sie, wer die Versicherungssumme erhält. Dieses Bezugsrecht sollten Sie bewusst festlegen und bei Veränderungen in Ihrem Leben anpassen, etwa nach einer Heirat oder Trennung. Ein widerrufliches Bezugsrecht können Sie jederzeit ändern. Ein unwiderrufliches Bezugsrecht verliert der Begünstigte dagegen nur mit seiner Zustimmung.

Bei einer Baufinanzierung lässt sich die Leistung auch an die Bank abtreten. Dann wird im Todesfall zuerst die Restschuld beglichen. Einen möglichen Restbetrag erhalten in der Regel die übrigen Bezugsberechtigten.

Fazit zur Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung schützt Ihre Hinterbliebenen zu vergleichsweise geringen Beiträgen vor den finanziellen Folgen Ihres Todes. Entscheidend sind eine passende Versicherungssumme, eine ausreichende Laufzeit und vollständige Angaben im Antrag. Informieren Sie sich umfassend und vergleichen Sie Angebote, bevor Sie sich entscheiden. Einen allgemeinen Überblick bietet der Wikipedia-Artikel zur Risikolebensversicherung.

Der Vertrag läuft meist nur für einen begrenzten Zeitraum. Wer im Alter vor allem die Kosten der eigenen Bestattung absichern möchte, findet eine lebenslange Lösung in meinem Ratgeber zur Sterbegeldversicherung.

Gern unterstütze ich Sie persönlich in Fulda bei der Auswahl des passenden Schutzes. Termin vereinbaren

Häufige Fragen zu Risikolebensversicherung

Für wen lohnt sich eine Risikolebensversicherung?

Sie lohnt sich vor allem für Menschen, deren Tod andere finanziell hart treffen würde. Dazu gehören Eltern minderjähriger Kinder, Hauptverdiener und Paare, die gemeinsam einen Immobilienkredit abbezahlen. Wer niemanden versorgt und keine Schulden hat, braucht den Schutz meist nicht. Ob er in Ihrer Lage sinnvoll ist, zeigt ein Blick auf Einkommen, Kredite und vorhandene Rücklagen.

Was sind die Nachteile einer Risikolebensversicherung?

Der größte Nachteil ist, dass Sie kein Geld zurückbekommen, wenn Sie das Vertragsende erleben. Der Vertrag enthält keinen Sparanteil. Außerdem verlangt der Versicherer eine Gesundheitsprüfung, die bei Vorerkrankungen zu Zuschlägen oder einer Ablehnung führen kann. Brauchen Sie nach dem Ablauf weiter Schutz, schließen Sie in höherem Alter neu ab, und das kostet mehr.

Wie teuer ist eine Risikolebensversicherung im Monat?

Einen festen Betrag gibt es nicht, weil der Beitrag von Ihrem Alter, Ihrer Gesundheit, Ihrem Beruf, der Versicherungssumme und der Laufzeit abhängt. Junge Nichtraucher mit Bürotätigkeit zahlen deutlich weniger als ältere Raucher. Ein verlässliches Angebot erhalten Sie erst, wenn Sie die Gesundheitsfragen beantwortet haben. Vergleichen Sie dann mehrere Versicherer mit derselben Summe und Laufzeit.

Was ist der Unterschied zwischen Sterbegeld und Risikolebensversicherung?

Die Sterbegeldversicherung läuft meist lebenslang und zahlt eine kleinere Summe, die vor allem die Bestattung abdecken soll. Die Risikolebensversicherung gilt nur für eine vereinbarte Zeit. Sie sichert mit einer höheren Summe den Lebensunterhalt der Familie oder einen Kredit ab und endet ohne Auszahlung, wenn Sie die Laufzeit überleben. Beide Verträge erfüllen daher verschiedene Aufgaben.

Muss auf die Auszahlung Erbschaftsteuer gezahlt werden?

Das kann passieren, wenn die verstorbene Person selbst Versicherungsnehmer war. Dann gilt die Auszahlung als Erwerb von Todes wegen. Ehepartner haben einen Freibetrag von 500.000 Euro, Kinder von 400.000 Euro. Ist der Begünstigte selbst Versicherungsnehmer und nur der Partner versichert, fällt die Leistung nicht in den Nachlass. Lassen Sie die Gestaltung im Einzelfall von einer Steuerberatung prüfen.

Kann ich den Bezugsberechtigten später ändern?

Ja, bei einem widerruflichen Bezugsrecht können Sie die begünstigte Person jederzeit ohne Zustimmung des Versicherers austauschen. Haben Sie ein unwiderrufliches Bezugsrecht vereinbart, erwirbt der Begünstigte den Anspruch sofort, und eine Änderung ist nur mit seiner Zustimmung möglich. Prüfen Sie das Bezugsrecht nach Heirat, Trennung oder der Geburt eines Kindes.

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Sabine Winter
Aktualisiert: 16. April 2023
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